Pressebericht aus Garmischer-Partenkirchner Tagplatt am 11. Oktober 2017

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Radsport

Nach der guten Premierensaison in Oberammergau bereitet sich Dominik Brenner professionell aufs zweite Jahr vor

Oberammergau – Es ist Oktober – und Hannes Meiler sagt bereits jetzt, er freue sich mit seinem Schützling Dominik Brenner auf die Wettkampfsaison 2018. Er weiß noch nicht einmal, an welchen Rennen der Mountainbiker teilnehmen wird. Den Terminkalender planen die beiden erst in vier Monaten, sobald alle Rennen datiert sind. Die Premierensaison des Grainauers, der für das Oberammergauer Perspektivteam fährt, hat Hoffnungen geweckt. „Auf seine Leistungen können wir stolz sein“, sagt Meiler.

Oberbayerischer Meister im Cross-Country wurde Brenner. Zum Ende der Saison fuhr er nochmals drei Top-Platzierungen ein. Beim kleineren „Day of Bike“ in Wettstetten gewann er eine Schlammschlacht. In Sandharlanden lockten einige hundert Euro Preisgeld auch internationale Fahrer an. Der 25-Jährige hielt überraschend trotzdem im Spitzenfeld mit, nur zum Ende verwies ihn die namhafte Konkurrenz auf Platz vier. Ein platter Hinterreifen nach 35 von 50 Kilometern verhinderte in Oberstdorf den Sieg. Brenner hielt, pumpte Luft ins Rad und fuhr weiter. Es kostete viel Zeit. Die Chancen auf Rang eins waren dahin. Ärgerlich, weil er „sehr gute Beine“ hatte. Immerhin hatte er sich einen so großen Vorsprung herausgefahren, dass er locker den dritten Platz verteidigte. Nach Rang elf (2015) und fünf (2016) steigerte er sich beim dritten Start im Marathon, der zur Ritchey-Challenge zählt. Die Rennserie hatte in diesem Jahr letztmals in Oberammergau Halt gemacht. Brenners Ergebnisse zeigen die Entwicklung, die Meiler herausstreicht und fördern will.

Dafür hat der Teamleiter die wettkampffreie Zeit im Herbst und Winter eingeplant. Eine Teilnahme an Crossrennen macht wenig Sinn, betont Meiler. „Dominik ist voll berufsfähig. Für das aufwendige Training steht zu wenig Zeit zur Verfügung.“ Stattdessen nutzten die Zwei die Wintermonate, um einen professionellen Trainingsplan zu erarbeiten. Brenner soll sich optimal auf die Saison 2018 vorbereiten – so zumindest das Ziel. Eingeläutet wird dieser Prozess in den nächsten Wochen mit einer sportmedizinischen Untersuchung beim Partnerinstitut, der Sportmedizin Oberland in Bad Tölz. Dort wird insbesondere der Bewegungs- und Muskelapparat analysiert, um das Kraft- und Ausgleichstraining auf den Radsportler zuzuschneiden. Daran knüpft eine Leistungsdiagnostik an, auf deren Basis die Coaches um A-Lizenz-Trainer Steffen Rein ihre Einheiten planen. Brenner motiviert es, wenn er mitbekommt, wie viel sich sein Team um ihn kümmert. Er sagt: „Es ist einfach ein Super-Gefühl, neben der Arbeit so viel Spaß und Erfolg zu haben.“ (am)